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6. Dezember

6. Türchen geöffnet von Luisa Schulz, Jugendchor

heute: Nikolaus – Namenspatron unserer Stadtkirche

Mit Süßigkeiten und viel Freude im Bauch – so starten viele Kinder am 6. Dezember in den Tag. Der Grund: Manche gehen davon aus, dass der Nikolaus heimlich die Leckereien und kleinen Geschenke in die Stiefel gesteckt hat.

Doch was steckt hinter dem Brauch?

Er ist einer der beliebtesten Gestalten in der langen Geschichte der Kirche: Nikolaus von Myra. Um den Bischof, der im 4. Jahrhundert in Kleinasien (in der heutigen Türkei) lebte und der Namenspatron der Rintelner Stadtkirche wurde, ranken sich zahlreiche Legenden.

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Nikolaus, der Überbringer von Geschenken

Heute ist vor allem der Nikolaus als Gabenbringer bekannt. Dahinter steckt folgende Legende:

Ein verarmter adliger Vater dreier Töchter steckt in finanziellen Schwierigkeiten. Um sein Gesicht als Adliger nicht zu verlieren, scheidet das Betteln für ihn aus. Aber irgendwie muss der Unterhalt verdient werden – und auch die Mitgift für die drei Töchter. Also beschließt der Vater, alle drei Töchter, wohlerzogene Mädchen, zu harter Kinderarbeit wegzugeben. Davon hört der junge Nikolaus, der zu diesem Zeitpunkt noch nicht Bischof war, wohl aber gerade ein stattliches Erbe angetreten hatte. Nikolaus zögert nicht lange: In der Nacht wirft er durch das geöffnete Fenster der Mädchen einen Klumpen Gold. Das wiederholt er, bis alle drei Kinder versorgt sind. In der dritten Nacht lauert der verarmte Adlige dem Wohltäter auf, um ihm zu danken. Nikolaus antwortet bescheiden, dass er nichts weiter als die Pflicht eines Christen getan hätte.

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... und noch eine Legende aus dem Leben des Bischofs Nikolaus:

Nikolaus war Bischof der Stadt Myra in Kleinasien. Eines Sommers brannte die Sonne viele Monate lang heiß auf die Erde. Das Gras färbte sich braun. Auf den Feldern vertrocknete das Korn. Viele Wasserstellen waren schon ausgetrocknet, aber es wollte und wollte kein Regen kommen. Nur einige sehr tiefe Brunnen spendeten noch Wasser. So kam eine große Hungersnot über das Land. Die Vorratskammern waren bald leer. Die Kinder konnten abends vor Hunger nicht einschlafen. Sie riefen nach Brot, aber die Mütter hatten kein Brot. Bischof Nikolaus ging am Abend oft durch die Straßen und

hörte das laute Weinen der Kinder. Er sah durch die Fenster und spürte die Not der Menschen. Gern hätte er geholfen, jedoch hatte er weder Brot, noch sonstige Nahrung.

So betete Nikolaus zu Gott, immer wieder, bei Tag und Nacht: „Lieber Gott, laß die Menschen nicht sterben. Hilf uns allen, denn wir wissen nicht mehr ein noch aus.“

Da näherte sich eines Tages ein großes Schiff dem Hafen von Myra. Es kam vom fernen Ägypten und war schwer beladen mit Getreide. Die Menschen liefen alle zum Hafen, auch Bischof Nikolaus. Ein Schiff mit Getreide, das könnte ihr Leben retten. Bischof Nikolaus ging zum Kapitän des Schiffes und bat ihn: „Gib uns von dem Korn, sonst müssen wir alle sterben.“ Der Kapitän aber antwortete: „Das Getreide gehört dem Kaiser, ich kann davon nichts abgeben. Alles ist genau gewogen und gezählt. Der Kaiser bestraft mich, wenn die Ladung nicht vollständig ist.“ Da sagte Bischof Nikolaus: „Kennst du nicht die Geschichte von Jesus, der mit nur fünf Broten, fünftausend Menschen satt gemacht hat? Hab Mitleid mit den Menschen hier und hilf uns.“ Der Kapitän sah die weinenden Kinder und dachte an die Geschichte mit Jesus. Ihm taten die Menschen leid. Er ließ einige starke Männer aufs Schiff kommen und sie durften Korn nehmen, um die Vorratsspeicher zu füllen. Die Hungersnot hatte ein Ende.

Das Schiff aber wurde nicht leichter. Es blieb voll beladen mit Getreide. Kein Körnchen fehlte an der Ladung. Alle staunten und lobten Gott, der solch Großes und Wunderbares durch den Bischof Nikolaus getan hat.

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NIKOLAUS-QUIZ

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